Eine Seefahrt, die ist lustig

Eine Seefahrt, die ist lustig,
eine Seefahrt, die ist schön,
ja da kann man die Matrosen
an der Reling spucken seh’n.

Unser Käptn ist stets nüchtern,
und er mag auch keinen Rum,
bei den Frauen ist er schüchtern,
na, das ist doch wirklich dumm.

Lalalala… Zeit hat der Käptn während der Schlacht ja ohnehin nicht. Es sei denn, er heißt Wilde Uschi und streamt bei Twitch. Da bin ich nämlich über das Spiel “World of Warships” gestolpert. Ich habe es auf den ersten und ehrlich gesagt auch auf den zweiten Blick nicht verstanden. Dennoch habe ich einige Zeit zugesehen. An mehreren Tagen. Gestern war ich dann neugierig genug, mir den kostenlosen Download zu gönnen. Naja, ganz für Nöppes ist er nicht: Man bezahlt mit 42 GB Speicherplatzbelegung. Wenn man echte Taler loswerden möchte, bietet der Entwickler zahlreiche Möglichkeiten, sein Vermögen verprassen: Premium-Tage, die mehr Erfahrungspunkte bringen und Schiffchen, die gut und gerne 30 Euro und mehr kosten. Dazu bin ich nicht bereit. Aber warum habe ich es dann trotzdem installiert? Ich wollte zur See! Und das eingangs geträllerte Liedchen schob meine Sorgen beiseite.

Für einen Schnelleinstieg habe ich während des Downloads ein Tutorial angesehen, das die wichtigsten Funktionen ausführlich erklärt: https://youtu.be/GSCinpwSxbc Danach habe ich mich an die Übungsmission gewagt und kam gut zurecht. Die In-Game-Hilfe ist übersichtlich und hilfreich (siehe Screenshots).

 

Im Übungsgefecht lernt man die wichtigsten Punkte des Spiels kennen. Man beginnt mit seiner Flotte, von der jeder Spieler ein Schiff steuert, und versucht verschiedene Bereiche einzunehmen – im Grunde ein Capture the flag. Diese Bereiche sind durch Tonnen markiert. Sobald man in Reichweite eines gegnerischen Schiffes ist und dieses auch entdeckt hat, beginnt der Fernkampf, der sich gerne über rund acht Kilometer erstreckt. So nah, wie auf dem Bild unten, kommt man einem Gegner dabei üblicherweise nicht. Steuerung und Spielgefühl gefallen mir gut. Ich zweifle stark an, jemals auch nur annähernd so viele Gefechte auszutragen, wie Streamer Wilde Uschi – das sind nach eigener Aussage rund 14.000 – aber ich bin gespannt auf den Unterhaltungswert einzelner Online-Schlachten zwischendurch. Lernen kann man vom alten Mann aber ganz sicher. ^^ Mal sehen, wie lange mich dieses Spiel motiviert und interessiert.