League of Legends – Einstiegshilfen

Wenn mir Freunde in der Vergangenheit von LoL erzählt haben, waren die Abenteuer häufig Geschichten aus für mich vollkommen unverständlichen Begriffen und Vorgängen. Viel geändert hat sich durch die Installation von League of Legends auf meinem Rechner erstmal auch nicht. Der Blick in irgendwelche Guides und Tutorial-Videos hat mich mit Informationen erschlagen. Es gab wenige Anlaufstellen, die mich da abgeholt haben, wo ich war: Im LoL-Niemandsland. Also fernab jeder Lane oder gar eines Inhibators.

Auf den Weg gebracht haben mich dann Besuche besserer Spieler in Bot-Spielen. Wenn man über seine Lane marschiert und einen erfahrenen Support an seiner Seite hat, klären sich viele Fragen deutlich schneller. Ein schöner Zufall: Ich habe mit zwei Freunden gleichzeitig angefangen. Naja, was heißt Zufall… Wenn man Leuten lange genug damit in den Ohren liegt… ^^ Jedenfalls haben wir bis Stufe 10 regelmäßig gegen Bots gespielt. Zuletzt haben wir angefangen, “normale Spiele” zu bestreiten. Perfektes Timing, um sich von den langweiligen und berechenbaren Bots zu verabschieden. Das eine Mal bekommen wir ordentlich auf die Schnauze und beim anderen Mal verhauen wir unsere Gegner. Unterm Strich ist alles gut. Momentan.

Grundsätzlich ist es also ratsam, sich einen Champion aus der kostenlosen Champion-Rotation auszusuchen und ihn kennenzulernen. Sagt er einem zu, kann man gezielt danach gucken, auf welcher Lane und in welcher Funktion er sinnvoller Weise gespielt wird. Für den Anfang sind die empfohlenen Items im Ingame-Shop eine gute Wahl. Ich habe schnell gemerkt, dass auch die Reihenfolge der Käufe große Unterschiede macht. Vor allem der Hinweis, dass sich Items teilweise aus anderen zusammenbauen lassen und man so schrittweise bereits Vorteile mit in den Kampf nimmt, war sehr hilfreich. Runen interessieren erstmal nicht, die Meisterschaftsseiten erst nach ein paar Stufen. Im Rückblick sind das alberne Tipps. Am Anfang waren sie aber notwendig!

Großartig finde ich, dass es kein Pay-to-win gibt. Leute, lasst für den Anfang das (reale) Geld stecken. Notwendig ist es nicht, aber wer Spaß daran hat, kann sich für Riot-Points Skins etc. kaufen.

Der beste aller denkbaren Tipps – für mich: Sucht Euch Kollegen, mit denen ihr regelmäßig zockt. Wenn sie auf einer ähnlichen Stufe spielen, bekommt man durch’s Match-Making auch akzeptable Gegner. Wenn man in einer Runde sehr erfahrener Spieler der Einzige Anfänger ist, werden einen die Gegner gehörig in die Mangel nehmen. Dann lernt man höchstens etwas zur Team-Kommunikation und den Abläufen. Die ändern sich übrigens gehörig, wenn man nicht alleine, sondern mit fünf Leuten ein Spiel startet. Das Gameplay ist nicht zu vergleichen, weil man wirklich als Team taktiert, gewinnt und verliert.

Ist man die ersten Schritte als Beschwörer gegangen, helfen auch die zahlreichen Video-Tutorials (siehe Titelbild). Man kann dann nämlich die brauchbaren von den (zu diesem Zeitpunkt) überflüssigen Hilfen unterscheiden. Wichtig ist der Spaß am Spiel. Solange der überwiegt, geht es vorwärts.

Ich dachte nicht, dass mich League of Legends so sehr in seinen Bann ziehen könnte. Zu spät…